[Juenger-list] [Jünger-Rundbrief] 30. Juli 2007, Morats Jünger-Buch im Deutschlandfunk
wimbauer at web.de
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Thu Jul 26 14:50:45 EDT 2007
Liebe Jünger-Freunde,
am 30. Juli ist im Deutschlandfunk neben anderem Morats Jünger/Heidegger-Buch Thema.
Näheres unten.
Schöne Grüsse,
Ihr / Euer
tw
DEUTSCHLANDFUNK
Politische Literatur 30.07.2007 · 19:15 Uhr
Überwachungskamera (Bild: Stock.XCHNG / drouu) Überwachungskamera (Bild: Stock.XCHNG / drouu)
Öffentlichkeiten und Gegenöffentlichkeiten
Moderation: Hermann Theißen
Der meinungsführende Journalismus habe sich in der Berliner Republik nach rechts bewegt. Er liebe Angst- und Bedrohungsszenarien, weil er daraus seine Propaganda für alte Werte ableiten könne. Die journalistische Elite bilde gemeinsam mit Unternehmensberatern, PR-Strategen und Ökonomen eine weitgehend geschlossene Gesellschaft, die für weitgehend geschlossene Gesellschaftsbilder werbe. Vom Projekt "Aufklärung" habe sich der Journalismus längst verabschiedet, verwandele sich zu einer formalen, ästhetischen und unterhaltenden Kommunikation.
Das sind die zentralen Thesen, die Lutz Hachmeister in seiner Studie "Nervöse Zone - Politik und Journalismus in der Berliner Republik" zu belegen versucht.
"Der Ort des Terrors" ist ein auf inzwischen neun Bände angelegtes publizistisches Großprojekt überschrieben, in dem Wolfgang Benz und Barbara Distel die - so auch der Untertitel - "Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager" darstellen wollen. Im Mittelpunkt des gerade erschienenen fünften Bandes steht Auschwitz, also jenes Konzentrationslager, das als Synonym für die nationalsozialistische Vernichtungspolitik gilt.
Seit den frühen 20er Jahren weisen seine Schriften Ernst Jünger als Wegbereiter eines "neuen", gewaltförmigen Nationalismus aus. Martin Heidegger war ein glühender Sympathisant des Nationalsozialismus, was er insbesondere in seiner Zeit als Rektor der Freiburger Universität in den Jahren 1933-34 bewies. In seiner Studie "Von der Tat zur Gelassenheit" fragt Daniel Morat nach den Motiven konservativer Intellektueller für ihre Komplizenschaft mit dem Nationalsozialismus und danach, wie sie ihren völkischen Aktivismus in ihre Nachkriegsbiographien integrieren konnten.
Der Filmemacher, Schriftsteller und Produzent Alexander Kluge gilt seit den frühen sechziger Jahren als Pionier der Gegenöffentlichkeit. Mit Hilfe einer vom Verlag Zweitausendeins herausgegenen DVD Edition sämtlicher Kinofilme des auch international renommierten Filmemachers kann man sich ein Bild davon machen, warum das so ist. Mit Hilfe seines Buches "Gechichten vom Kino" den visuellen Eindruck lesend vertiefen.
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Tobias Wimbauer | Wimbauer Buchversand
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